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Glossar zur elektronischen Gesundheitskarte

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ABDA
Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ist die Spitzenorganisation der ca. 53.000 deutschen Apothekerinnen und Apotheker (Stand 2005)
 
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Externe Links*):www.abda.de  

Administrative Daten
Die Gesundheitskarte (eGK) enthält so genannte administrative Daten, wie sie auch auf der bisherigen Krankenversichertenkarte gespeichert sind. Dies sind auf der neuen Karte Angaben zur Person wie Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschrift. Darüber hinaus finden sich Angaben zur Krankenversicherung wie die Krankenversichertennummer, der Versichertenstatus (Mitglied, Familienversicherter oder Rentner) und der persönliche Zuzahlungsstatus. Die Daten sind alle auf dem Chip gespeichert, einige - wie zum Beispiel der Name und die Krankenversichertennummer - sind auch auf der Karte aufgedruckt. Vorgesehen ist die Möglichkeit eines Online-Abgleichs der Verwaltungsdaten der Versicherten (z.B. Zuzahlungsstatus für Medikamente).
Eine Übersicht der auf der eGK gespeicherten Daten ist in Teil 2 der eGK-Spezifikation zu finden. Dieser ist auf Seiten der Gematik abrufbar
 
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Admisson
Mögliches Feld in den Extensions eines X.509v3 Zertifikates oder eines Feldes in einem Attribut-Zertifikat. Der Wert des Feldes gibt Hinweise über Berechtigungen und Zulassungen in bestimmten Berufsbereichen. Beispielsweise könnte dort in einem Zertifikat eines Arztes der Begriff Arzt und ebenso seine für ihn zuständige Kammer aufgeführt sein.
 
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Akkreditierung
In Verbindung mit dem Signaturgesetz ist die "freiwillige Akkreditierung" ein Verfahren zur Erteilung einer Erlaubnis für den Betrieb eines Zertifizierungsdienstes, mit der besondere Rechte und Pflichten verbunden sind. Siehe dazu auch das Gesetz über Rahmenbedingungen für elektronische Signaturen (SigG) sowie Verordnung zur elektronischen Signatur (SigV)
 
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AMTS
ArzneiMittelTherapieSicherheit. Freiwillige Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte. Siehe auch hier
 
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Anonymisierung
§ 3 Abs. 6a Bundesdatenschutzgesetz:
"Anonymisieren ist das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person zugeordnet werden können."
Siehe im Unterschied dazu "Pseudonymisierung".
 
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Antragsteller
In der PKI - Welt ein Begriff für diejenige Person, die einen Zertifikatsantrag bei einem Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA) stellt.
 
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Externe Links*):-  

Apothekenrechenzentrum
Apotheken können nach § 300 SGB V für bestimmte Aufgaben Apothekenrechenzentren (ARZ) in Anspruch nehmen. Diese wickeln die Abrechnung der Rezepte zwischen Kostenträgern und auftraggebenden Apotheken ab.
Ein ARZ bietet darüber hinaus oft weitere Services (z.B. Privatliquidation) an.
 
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Arbitration
Arbitration bedeutet in der IT oft die möglichst gerechte Zuteilung von Ressourcen auf verschiedene anfragende Instanzen.
 
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Architekturboard
Das Begriff Architekturboard wurde im Kontext der Einführung der eGK zunächst für eine Arbeitseinheit innerhalb des Forschungs- und Entwicklungsprojekts elektronische Gesundheitskarte benutzt.. Es nahm eine fachliche Beurteilung der technischen Arbeiten im Projekt vor. Aktuell im Rahmen der Verordnung über Testmaßnahmen zur Einführung der eGK ist das Architekturboard ein Entscheidungsgremium, in dem unter Vorsitz des BMG Architekturentscheidungen für die Testphase getroffen werden.
 
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ARZ
siehe Apothekenrechenzentrum
 
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Arzneimitteldokumentation
Freiwillige Anwendung nach §291a SGB V. Die Arzneimitteldokumentation beinhaltet die freiwillige Dokumentation der Arzneimittelversorgung des Patienten mit dem Ziel die versorgenden Ärzte und Apotheker über die aktuelle Medikation des Patienten zu informieren. Dies soll auch eine automatische Erkennung von Arzneimittelrisiken und Nebenwirkungen durch die Primärsysteme von Arzt und Apotheker ermöglichen.
 
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Arzneimitteltherapiesicherheit
AMTS.
Die zu schaffende elektronische Gesundheitskarte soll nach §291a SGB V geeignet sein, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu unterstützen. Therapiesicherheit in diesem Zusammenhang kann durch Beachtung der Arzneimitteldokumentation z.B. die Vermeidung der Verordnung von Medikamenten bedeuten, die negative Wechselwirkungen mit einer aktuellen medikamentösen Therapie auslösen würden.
Die AMTS gehört zu den freiwilligen Anwendungen, d.h. der Patient kann selbst entscheiden, ob er diese Anwendung nutzen möchte. Nutzt er diese, so werden die Daten der persönlichen AMTS online von einem entsprechenden Dienst zur Verfügung gestellt. Die eGK des Patienten trägt dann zum einen seine "Einwilligung"zur Verwendung der Anwendung und einen Link zu seinen Einträgen. Der Zugriff auf seine Daten ist stark geschützt.
 
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Arztbrief
Brief im Freitext-Format zu einem definierten Sachverhalt, zB zur Beurteilung eines Labor- oder Röntgenbefundes, eines EKGs oder eines stationären Aufenthaltes (Epikrise). Der Arztbrief ist Kommunikationsmittel zwischen behandelnden Ärzten und dient zusätzlich der Dokumentation.
 
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ASN.1
Abstract Syntax Notation One
ASN.1 ist ein gemeinsamer Standard der ITU-T (International Telecommunication Union, Telecommunication Standardization Buero) und der ISO (International Organization for Standardization).
ASN.1 dient der abstrakten Beschreibung von Datentypen
 
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Asymmetrische Verschlüsselung
Schlüsselwörter sind eine generelle Schwachstelle in klassischen Kryptoverfahren, und bis 1978 galt die symmetrische Verschlüsselung, bei der Sender und Empfänger das „Geheimwort“ kennen müssen, als einziges mögliches Verfahren zur Verschlüsselung. Dann bewiesen Rivest, Shamir und Adleman mit dem nach ihnen benannten RSA-Algorithmus, dass es möglich ist, bei der Verschlüsselung mit zwei unterschiedlichen Schlüsseln zu arbeiten. Bei dieser asymmetrischen Verschlüsselung, die auch Public Key Verschlüsselung genannt wird, werden zwei als Schlüsselpaar bezeichnete Schlüssel erzeugt, die eine gemeinsame mathematische Basis haben. Einer dieser Schlüssel wird zur Verschlüsselung, der andere zur Entschlüsselung verwendet. Keiner der Schlüssel kann – trotz gemeinsamer mathematischer Basis - aus dem anderen hergeleitet werden. Der Schlüssel, der zur Verschlüsselung verwendet wird kann daher beliebig verbreitet und sogar in öffentlichen Verzeichnissen hinterlegt werden. Man spricht daher auch vom öffentlichen Schlüssel ( public key). Der zur Entschlüsselung verwendete private Schlüssel (engl.: private key) bleibt hingegen in der Obhut des Empfängers. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Ver- und Entschlüsslelung sehr Rechenintensiv ist.
 
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Attribut
Eigenschaft, Merkmal
In einem Verzeichnisdienst kann ein Eintrag des Verzeichnisses zusätzliche Attribute haben; Beispiel
Der Eintrag DN: cn=Dieter Reul,ou=personen,dc=beispiele,dc=de kann ein Attribut
mailaddress:dieter.reul@beispiel.de
besitzen.
Bei Zertifikaten bedeutet der Begriff Attribut ebenfalls die Existenz eines Feldes mit bestimmter Semantik, z.B. gibt das Attribut SerialNumber die in innerhalb der CA eindeutige Seriennummer des Zertifikats an:
SerialNumber = 4682201
 
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Attribut-Zertifikat
Ein X.509 Attribut-Zertifikat ist von seinem Aufbau her ähnlich ausgelegt wie ein X.509 Public Key- Zertifikat. Im Unterschied zu diesem trägt das Attribut- Zertifikat jedoch keinen Public Key. Hauptaufgabe des Attribut-Zertifikats ist es beispielsweise, die Zughörigkeit zu Gruppen, Rollen oder Berufsmitgliedschaft zu belegen.
Siehe auch RFC 3281
 
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Auditdienst
Auditservice
Der Auditdienst stellt die versichertenzentrierte Protokollierung aller Online-Zugriffe auf die Gesundheitstelematik sicher.
 
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Ausbaustufe 1
Begriff, der für mobile Kartenterminals (mobiKT) relevant ist.
Ausbaustufe 1 beschreibt dabei Geräte, die nur für das Auslesen der ungeschützten Versichtertenstammdaten (VSD) geeignet sind.
Innerhalb dieser Ausbaustufe sind zwei Varianten zu finden: einerseits Geräte, die nicht ohne Hardwaretausch für weitere Funktionen (Ausbaustufe 2) aufgerüstet werden können. Die zweite Variante erlaubt diese Aufrüstung per Software-Update.
 
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Ausbaustufe 2
Begriff, der für mobile Kartenterminals (mobiKT) relevant ist.
Ausbaustufe 2 beschreibt dabei Geräte, die neben dem Auslesen der ungeschützten und geschützten Versichtertenstammdaten (VSD) auch für das Auslesen von Notfalldatengeeignet sind.
Für diese Funktionalitäten muss das Gerät auch einen HBA oder eine SMC aufnehmen können, um auf geschützte Bereich der eGK zugreifen zu können.
 
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Aut Idem
Kennzeichen auf dem klassichen Rezeptformular oder im eRezeptdatensatz. Der Arzt macht dadurch kenntlich, dass eine Ersetzung eines Arzneimittels durch ein wirkstoffgleiches zulässig oder ausgeschlossen sein soll.
 
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Authentifizierung
Authentifizierung bezeichnet den Vorgang, die Identität einer Person oder eines Programms (Z.B. eines WebServers) mit Hilfe eines ausgewählten Merkmals zu überprüfen. Dies kann zum Beispiel mit einem Fingerabdruck, einem Passwort oder einem nur dem Überprüften bekannten oder gehörendem Merkmal geschehen.
 
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Authentisierung
Die Authentisierung ist das Nachweisen einer Identität, die Authentifizierung deren Überprüfung.
 
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Authentizität
Nachweis der Echtheit der Identität von Kommunikationspartnern und ihrer Informationen.
 
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AVS
Apothekenverwaltungssystem, siehe auch Primärsystem
 
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